Gesundheit | Koalitionsvertrag
Leistungslücken beim Übergang vom stationären in den ambulanten Versorgungsbereich überwinden

 Unbewertet SPD Wahlprogramm Koalitionsvertrag

"Leistungslücken beim Übergang vom stationären in den ambulanten Versorgungsbereich wollen wir überwinden, indem das Entlassungsmanagement durch eine gesetzliche Koordinationsfunktion der Krankenkassen ergänzt wird. Die Möglichkeiten der Krankenhäuser, bei einer Entlassung Leistungen zu verordnen, werden ausgeweitet. Krankenhäuser können eine pflegerische Übergangsversorgung veranlassen. Wirtschaftlichkeitsvorgaben sind zu beachten, eine vorrangige Berücksichtigung von Einrichtungen der verordnenden Krankenhäuser ist auszuschließen."

Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD S. 76


Apotheker fordern rasche Umsetzung

Leistungslücken sind weiterhin ein Problem für Patienten, die aus dem Krankenhaus entlassen werden - so sieht es der Präsident der Apotheker-Dachvereinigung ABDA, Friedemann Schmidt. Auf der Hauptversammlung der Apotheker beim Deutschen Apothekertag in München im September 2014 forderte er die Große Koalition auf, hier bald tätig zu werden.

"Wir fordern [den] Gesetzgeber auf, ein einheitliches Entlassrezept aus dem Krankenhaus einzuführen, um für die Patienten den nahtlosen Übergang in die ambulante Arzneimittelversorgung sicherzustellen", sagte Schmidt laut der Ärzte-Zeitung.

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung lehnt den Vorschlag ab: "Es ist nicht praktikabel, die Patienten unmittelbar nach der Entlassung mit dem Wirkstoffrezept in die Apotheke zu schicken", sagte KBV-Vize Regina Feldmann. Sie schlägt vor, dass Kliniken Patienten bei der Entlassung stattdessen eine Übergangsmedikation für mindestens drei Tage mitgeben sollen.

Unsere Wertung

Hier ist die Regierung noch nicht aktiv geworden. Wir lassen die Ankündigung vorerst unbewertet.


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