Gesundheit | Koalitionsvertrag
Anreize zur Niederlassung von Ärzten in unterversorgten Gebieten

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"Zur Sicherstellung der flächendeckenden Versorgung wollen wir die Anreize zur Niederlassung in unterversorgten Gebieten weiter verbessern. Darum werden wir unnötige bürokratische Anforderungen abbauen und die Rahmenbedingungen für Zulassungen für Ärztinnen und Ärzte und Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten flexibilisieren. Die Möglichkeit zur Zulassung von Krankenhäusern zur ambulanten Versorgung in unterversorgten Gebieten wird verbessert. Dazu wird bei der Ermächtigung in § 116 a SGB V das Wort „kann“ durch „muss“ ersetzt und eine jährliche verbindliche Überprüfung eingeführt. Die Förderung von Praxisnetzen wollen wir verbindlich machen und ausbauen. Die gesetzlichen Vorgaben zum Abbau von Überversorgung durch den Aufkauf von Arztsitzen werden von einer „Kann“ in eine „Soll“-Regelung überführt."

Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD S. 75


Anreize reichen noch nicht aus

Mehr Geld lockt Ärzte nicht aus der Stadt:Im Jahr 2012 hatte die damalige schwarz-gelbe Koalition Vergütungsanreize für Hausärzte beschlossen, die sich im ländlichen Raum niederlassen. Doch obwohl das Einkommen von Mediziner auf dem Land häufig besser ist als in Großstädten, besteht dort nach wie vor ein Mangel bei der Versorgung.

Nun sollen die Anreize über das 2012 in Kraft getretene Versorgungsstrukturgesetz hinaus weiter verbessert werden. Außerdem sollen im Bedarfsfall auch Kommunen als Träger von medizinischen Versorgungszentren in Betracht kommen. Gröhe kündigte an, noch 2014 hierzu einen Gesetzentwurf vorlegen zu wollen.


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