Finanzen | Koalitionsvertrag
BaFin soll Vertrieb von Finanzprodukten beschränken

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"Die BaFin erhält die Möglichkeit, entsprechend den europäischen Regeln den Vertrieb komplexer und intransparenter Finanzprodukte zu beschränken oder zu verbieten, sofern diese die Finanzmarktstabilität gefährden oder unverhältnismäßige Risiken für Anleger bergen. Sie erhält den kollektiven Schutz der Verbraucher als wichtiges Ziel ihrer Aufsichtstätigkeit. [...]
Die europäischen Vorschriften zur Regulierung des Derivatehandels sollen zielgerichtet ergänzt werden, um den transparenten Handel auf geregelten Börsen und Handelsplätzen zu stärken und der Entstehung systemischer Risiken entgegen zu wirken."

Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD S. 63


Präsidentin der Finanzaufsicht BaFin appelliert an Eigenverantwortung der Anleger

Der Welt zufolge, habe dieses Vorhaben v.a. das Ziel, Anleger vor riskanten Geschäften auf dem Grauen Kapitalmarkt zu schützen.. Den Grauen Markt definiert die BaFin so:

"Der Graue Kapitalmarkt dagegen ist die Summe der Marktteilnehmer und Angebote, die keine Erlaubnis der BaFin benötigen und daher auch nicht ihrer Aufsicht unterliegen. Dabei ist eine gewisse Wechselwirkung zum Weißen Kapitalmarkt zu beobachten: Je stärker dieser reguliert ist, desto häufiger weichen Anbieter auf Anlageangebote aus, die ihrer Ansicht nach nicht erlaubnispflichtig sind. Der Graue Kapitalmarkt wird in der Öffentlichkeit oft als unreguliertes Marktsegment dargestellt. Tatsächlich nimmt die Bafin aber auch hier vielfältige Aufgaben wahr."

Der Graue Kapitalmarkt bestehe also genau aus den Marktteilnehmern, die keine Erlaubnis von der BaFin benötigen. Deshalb, so zitiert die Welt die Präsidentin der BaFin, verstießen Anbieter auf dem Grauen Markt gegen keine Gesetze, auch wenn ihre Produkte noch so komplex seien.


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