Wirtschaft und Energie | Koalitionsvertrag
Fördersätze für Windendergie an Land senken

 In Arbeit Koalitionsvertrag

"Wind an Land: Wir werden die Fördersätze senken (insbesondere bei windstarken Standorten), um Überförderungen abzubauen und gleichzeitig durch eine Weiterentwicklung des Referenzertragsmodells dafür sorgen, dass bundesweit die guten Standorte mit einem Referenzwert von 75 bis 80 Prozent auch zukünftig wirtschaftlich genutzt werden können. Wir werden eine Länderöffnungsklausel in das Baugesetzbuch (BauGB) einfügen, die es ermöglicht, länderspezifische Regeln über Mindestabstände zur Wohnbebauung festzulegen."

Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD S. 54


Fortschreibung des derzeitigen Zubaus

Bei der Windenergie an Land soll von nun an ein jährlicher Zubau von 2.500 Megawatt (netto) angestrebt werden. Laut diverser Medienberichte wurde die ursprünglich angepeilte Reduktion der Förderung von Windenergie durch die norddeutschen Bundesländer am 1.4.2014 auf dem Energie-Krisengipfel im Kanzleramt abgeschwächt. Im Koalitionsvertrag war jedoch nur ein indirekter Zielwert angegeben, so dass wir diese Debatte hier nicht bewerten wollen. Je nach Quelle bleibt jedoch festzuhalten, dass der jährliche Zubau an Onshore-Windnergie in den letzten Jahren die 2,5 GW-Marke ohnehin nie oder 2013 nur leicht überschritten hat. Die Planung würde also eher auf eine Fortschreibung des derzeitigen Zubaus hinauslaufen.

Unsere Wertung

Bis zur Verabschiedung im Bundestag bewerten wir das Versprechen mit “in Arbeit”

-> Eine Übersicht über die nun beschlossene EEG-Reform mit ihren einzelnen Elementen haben wir unter dem Punkt “Geregelter Ausbaukorridor für erneuerbare Energien” angelegt.


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