Außenpolitik | Koalitionsvertrag
ISAF bis Ende 2014 abschließen

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"Der Kampfeinsatz ISAF in Afghanistan ist bis Ende 2014 abzuschließen und die militärische Handlungsfähigkeit zur Sicherung des Abzuges bis zu diesem Zeitpunkt zu erhalten."

Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD S. 173


850 deutsche Ausbilder bleiben

Afghanischer Polizist in einem ISAF-Ausbildungscamp

Nach dem offiziellen Ende des Kampfeinsatzes, bei dem 3500 ausländische Soldaten, darunter 55 Deutsche, ums Leben gekommen sind, bleibt auch die Bundeswehr noch vor Ort. Seit dem 1. Januar 2015 läuft die Folgemission "Resolute Support" zur Ausbildung und Beratung der afghanischen Sicherheitskräfte. Insgesamt 13.000 Ausbilder bleiben vor Ort, darunter 850 Deutsche.

Die Kampftruppen wurden planmäßig abgezogen. Die Sicherheitslage im Land bleibt verheerend schlecht.

Unsere Wertung

Die Ankündigung wurde umgesetzt.

Abzug soll kommen

Ob die nun schon seit zwölf Jahren laufende ISAF-Mission der Bundeswehr in Afghanistan tatsächlich Ende 2014 enden wird, lässt sich jetzt noch nicht sagen. Der Bundestag hat in der Sitzung von 20./21. Februar beschlossen, den Einsatz noch bis Dezember zu verlängern. "Das ISAF-Mandat läuft am 31. Dezember 2014 zeitgleich mit der Resolution 2120 (2013) des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen und dem vom Nordatlantik-Rat beschlossenen Operationsplan aus", heißt es dazu in der Beschlussempfehlung des auswärtigen Ausschusses, die der Bundestag verabschiedet hat.

Unsere Wertung

Werden diese Termine nicht mehr modifiziert und die Bundeswehr abgezogen, werden wir die Wertung "gehalten" geben. Bis dahin werten wir das Versprechen als "in Arbeit".


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