Kultur und Medien | Koalitionsvertrag
Deutschen Filmförderfonds dauerhaft fortsetzen

 Gebrochen CDU Wahlprogramm SPD Wahlprogramm Koalitionsvertrag

"Der Deutsche Filmförderfonds (DFFF) hat in den vergangenen Jahren maßgeblich zur Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Filmwirtschaft in Deutschland beigetragen und die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Produktionsstandorts Deutschland nachhaltig verbessert. Um die deutsche Filmwirtschaft zu stärken, werden wir die bisher geltende zeitliche Befristung des DFFF aufheben und das erfolgreiche Förderprogramm fortsetzen."

Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD S. 135


Ein Scheinversprechen

Die Koalition will die "Filmwirtschaft stärken" und das "erfolgreiche Förderprogramm fortsetzen" heißt es im Koalitionsvertrag. Im Bundeshaushalt 2015 wird jedoch die Summe der Mittel für den deutschen Filmförderfonds von 60 auf 50 Millionen Euro reduziert. Im Januar feierte sich die Bundesregierung dafür, dass sie, wie angekündigt, den Fonds entfristet hatte. Von einer Stärkung der Filmwirtschaft kann aber bei einer erneuten Kürzung - 2013 sank der Betrag bereits von 70 auf 60 Millionen Euro - keine Rede sein.

Unsere Wertung:

Wegen der vollmundigen Formulierungen im Koalitionsvertrag werten wir das Versprechen als gebrochen - auch wenn die zeitliche Befristung des Programms aufgehoben wurde. Der generelle Sinn und Unsinn eines Fonds, der auch ausländische Blockbuster massiv fördert, kann hier keine Rolle spielen.


Du bist anderer Meinung oder gibt es neue Entwicklungen, die dieser Bewertung widersprechen? Diskutier mit!

comments powered by Disqus