Finanzen | Koalitionsvertrag
Vorausgefüllte Steuererklärung einführen

 Unbewertet Koalitionsvertrag

"Wir werden eine vorausgefüllte Steuererklärung für alle Steuerpflichtigen bis zum Veranlagungszeitraum 2017 einführen. Für Rentner und Pensionäre ohne weitere Einkünfte soll die vorausgefüllte Steuererklärung mit den bei den Finanzbehörden geführten Daten bereits ab dem Veranlagungszeitraum 2015 ermöglicht werden."

Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD S. 90


Vorausgefüllte Steuererklärung 2014 gestartet

Seit diesem Jahr besteht die Möglichkeit, bestimmte bei der Steuerverwaltung gespeicherte Daten beim Erstellen der elektronischen Steuererklärung abzurufen, anstatt sie erneut einzugeben. Automatisch abrufbar sind:

  • vom Arbeitgeber übermittelte Lohnsteuerbescheinigungen,
  • Mitteilungen über den Bezug von Rentenleistungen,
  • Beiträge zu Kranken- und Pflegeversicherungen,
  • Vorsorgeaufwendungen (z. B. Riester- oder Rürup-Verträge).

Die Anzahl der automatisch abrufbaren Daten ist also noch ziemlich kurz, wie auch die Welt kritisierte. Elterngeld, Mutterschaftsgeld und Arbeitslosengeld gehören noch nicht dazu, und natürlich kann die Steuerverwaltung auch nicht die absetzbaren Beträge kennen, wie die Arbeitsfahrten, Ausgaben für Kinderbetreuung oder haushaltsnahe Dienstleistungen.

Für Rentner und Pensionäre ohne weitere Einkünfte können wir das Versprechen jetzt schon als gehalten werten. So lange aber nicht einmal alle staatlichen Leistungen automatisch abrufbar sind, werten wir das Versprechen noch als In Arbeit.


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